Sonstige Medien

Berichte aus unterschiedlichen Quellen

Besuch der Jungen Union Karlsruhe - dnw | 27. Dezember 2015 (regio-news.de)

Weihnachtsaktion der Jungen Union bei der Bahnhofsmission Karlsruhe

Südkurier vom 23.12.2013, Seite 7 / Baden-Württemberg

Weihnachtsfeier 2013

Weihnachtsfeier in der Mission weckt Kindheitserinnerungen / Die Arbeit der Bahnhofsmission findet großen Zuspruch. Über Weihnachten finden bedürftige Menschen hier eine Anlaufstelle für ihre Sorgen und Nöte Karlsruhe - Der Weihnachtsbaum ist geschmückt, Kerzen stehen auf den Tischen in der Bahnhofsmission Karlsruhe. Auf den Stühlen sitzen die Menschen, die Hilfe, Wärme und ein offenes Ohr für ihre Probleme suchen. ,,Wir haben zwei Aufgabenschwerpunkte", erklärt Susanne Daferner, die seit zwei Jahren die Karlsruher Bahnhofsmission leitet. ,,Es kommen Reisende zu uns, die Probleme mit dem Umsteigen haben sowie Kinder, die alleine reisen und begleitet werden. Dann haben wir die Sozialarbeit." Die Beweggründe, warum Menschen hierher kommen, sind verschieden. ,,Es kommt der Wohnungslose, der sich aufwärmen will, Nahrung oder Kleidung braucht. Auch Rentner mit wenig Geld, die hier einen warmen Platz suchen, kommen zu uns." Die Probleme, mit denen die Mitarbeiter der Bahnhofsmission konfrontiert werden, sind vielfältig: ,,Hier sucht der Alkohol-, Drogenkranke, Wohnungslose oder auch psychisch Kranke das niederschwellige Hilfsangebot. Bei uns muss keiner seinen Namen nennen, einen Termin haben und es gibt keine Bürokratie." Wenn die Missionsmitarbeiter helfen können, versuchen sie, die Besucher an die passenden Stellen und Behörden weiterzuvermitteln. Einen neuen Job oder eine Wohnung könne man nicht besorgen, aber ein offenes Ohr haben. ,,Oftmals hilft schon eine Tasse Tee und ein einfühlsames Gespräch", sagt Missionsleiterin Daferner. Wer hier eintrifft, findet einen Ansprechpartner. Mit 20 Ehrenamtlichen, zwei sind jeden Tag in der Mission, ist die Einrichtung 64 Stunden in der Woche für die Hilfesuchenden da. ,,Das sind zu wenig Mitarbeiter. Wir bräuchten 30." Etwas ganz Besonderes sei die Weihnachtszeit, sagt Dafender, die bei ,,In Via" angestellt ist - der katholische Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit ist einer der Träger der Bahnhofsmissionen in Deutschland. Zu den beiden Weihnachtsfeiern der Einrichtung gebe es schon im November erstes Interesse. Ein Weihnachtsmenu, Kekse, Kuchen und gemeinsames Singen ziehen die Bedürftigen an. ,,Man glaubt nicht, wie die Weihnachtslieder mitgeschmettert werden", freut sich Daferner. ,,Das sind Kindheitserinnerungen." Beispiel Conrad. Er verlor 1986 nach einer schweren Krankheit den Arbeitsplatz und sein Elternhaus und landete auf der Straße. ,,Das war sehr hart. Vor allem die Vorurteile, dass wir alle Trinker sind." Jetzt empfängt er Hartz 4 - davon ,,zu leben ist aber schwer". In der Bahnhofsmission habe er erfahren, dass fremde Menschen sich seiner annehmen. Deshalb kommt er auch weiter gerne hierher: ,,Es ist eine Oase." Finanziert wird die Bahnhofsmission von Diakonie, Caritas und In Via. Die Einrichtung sei aber auch auf Spenden angewiesen, sagt Daferner. ,,Sonst wäre kein Weihnachtsfest möglich."

MICHAELA ANDERER, DPA

Bericht einer Praktikantin der Bahnhofsmission in der FAZ 2013 Rubrik "Jugend schreibt"

Menschlichkeit am Zug

Der Bahnhof ist ein Ort der Bewegung und Veränderung. Die Bahnhofsmission Karlsruhe nimmt sich unter dem Motto "Menschlichkeit am Zug" den verschiedenen Bedürfnissen der Menschen an. Else Rapp hat neben ihrem Beruf als Sekretärin zehn Jahre ehrenamtlich bei der Einrichtung gearbeitet. In erster Linie sei die Bahnhofsmission Reisebegleitung und Umsteigehilfe. Weitere Aufgaben seien aber die Bereitstellung von Aufenthalts- und Ruhemöglichkeiten, Hilfe und Vermittlung in Notlagen und Krisen. Else Rapp hat bei vielen Problemen geholfen: von der Versorgung mit einem kleinen Pflaster über Ehe-, Familien- und Drogenprobleme bis hin zur Arbeitsplatz- und Wohnungssuche.

"Gerade dann, wenn niemand für dieses Problem zuständig ist, gibt die Bahnhofsmission wieder Hoffnung", sagt Susanne Daferner, die die Bahnhofsmission hauptberuflich leitet: "Wenn zum Beispiel der Geldbeutel verlorengeht und man ist weit von zu Hause, da gibt keine Bank ein Darlehen, keine Bahngesellschaft ein kostenloses Heimfahrtticket."

Die häufigsten Besucher sind jedoch die Menschen, die auf der Straße leben und denen es am Nötigsten fehlt. Oftmals sind die Mitarbeiter der Bahnhofsmission die Einzigen, die sich die Zeit nehmen, ihnen zuzuhören. Else Rapp erinnert sich an ein solches Gespräch: "Dieser Mann sagte zu mir, ich sei die Erste gewesen, die es überhaupt interessiert habe, wie es ihm gehe. Auf der Straße fragt niemand nach, man wird immer nur abgewimmelt. Man könnte sagen, diese Menschen haben bei uns ein Stück Heimat gefunden."

Meist gibt es positive Rückmeldungen von den Hilfsbedürftigen, es ist erstaunlich, wie folgsam diese den Ratschlägen oft nachgehen. "Viele Hilfsbedürftige haben zum Beispiel große Hemmungen, beim Sozialamt oder ähnlichen Institutionen um Hilfe zum Lebensunterhalt zu bitten. Wenn die Bahnhofsmission aber einen Termin mit den Institutionen vereinbart, den Bedürftigen beim Ausfüllen der Antragsscheine hilft und sie dorthin schickt, dann gehen sie der Aufforderung auch nach", erklärt Else Rapp. "Auch die häufige Bitte der Mitarbeiter an die Obdachlosen, im Männerwohnheim eine Dusche zu nehmen, wird meist ohne Murren befolgt."

Finanziert wird die Bahnhofsmission Karlsruhe von der katholischen Kirche durch den Träger In Via Karlsruhe. Außerdem wird sie durch Spenden von Mitbürgern und Unternehmen unterstützt. Trotzdem stellt die ewig herrschende Geldnot ein großes Problem dar. "Wir in Karlsruhe könnten täglich fünf Bus- oder Bahntickets ausgeben und fünf Übernachtungen finanzieren. Wenn wir allen Nachfragen nach Linderung von Notlagen nachgehen würden, wäre unser Jahresbudget in zwei bis drei Tagen aufgebraucht", schätzt Daferner.

Außerdem gerät die Bahnhofsmission oft selbst in Not, da ihre Hilfe auch abends oder an Wochenenden benötigt wird. Zu diesen Zeiten hat kein Amt, keine Behörde und keine Kleiderkammer offen. Der "Erfrierungsschutz" hat nur innerhalb der Wintermonate geöffnet und auch dann nur für Männer. Außerhalb dieser Zeiten gibt es nahezu keine Möglichkeit, für ein paar Nächte eine Unterkunft zu finden. Daferner bedauert diesen Zustand sehr: "Dann heißt es für denjenigen, die Nacht mit allen Gefahren im Freien zu verbringen. Und das tut ganz schön weh, wenn man einen Menschen wieder wegschicken muss. Viele Städte haben Wohnheime für solche Problemlagen, Karlsruhe nicht."

An einen Vorfall erinnert sich Else Rapp noch genau: "Einmal ist ein junges Mädchen bei der Bahnhofsmission als vermisst gemeldet worden, das in der Schule Mobbing-Attacken ausgesetzt war. Ich war bei der Suchaktion dabei, die aber erfolglos blieb. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass die Leiche des Mädchens in der Enz gefunden wurde. Es hatte in sein Tagebuch geschrieben, es wolle sich umbringen, wenn das so weitergehe. Es war aber unklar, ob es gestoßen wurde oder selbst gesprungen ist."

Dass die Gesellschaft älter wird, merken die Mitarbeiter. Susanne Daferner sagt: "Es kommen immer mehr Anfragen nach einer Begleitung während der Zugfahrt, inklusive Begleitung von Abreise- zum Zielort." Außerdem gebe es immer mehr Arme, Obdachlose sowie Menschen aus Osteuropa, die Hilfe bräuchten: "Immer mehr Notleidende drängen aus diesen Ländern zu uns, in der Hoffnung auf ein besseres Leben." Allerdings benötigen Menschen aus Ländern wie Bulgarien und Rumänien eine Arbeitserlaubnis, die sie in den meisten Fällen nicht bekommen. Viele enden als illegale, schlecht bezahlte Arbeitskräfte, die unter menschenunwürdigen Bedingungen leben. "So sind wir oftmals die Einzigen, die ihnen beim Überleben helfen", erklärt Susanne Daferner: "Hier müsste eine politische Lösung für das Problem gefunden werden, wie Informationen im Heimatland zur Arbeitsmarktlage im Ausland und Hilfsmöglichkeiten in den angestrebten Ländern."

"Wir verstehen uns als ein Stück Kirche am Bahnhof und wollen uns durch den Dienst am Menschen bedingungslos auf jede Art von Person einlassen", erklärt Else Rapp. Ein bisschen Flexibilität sei dabei hilfreich.

Bahnhofsmission Karlsruhe

Kollektenaufruf 2014
 
Kollekte zugunsten der Bahnhofsmission Karlsruhe

 Im Dekanat Karlsruhe ist es gute Tradition, dass die Gläubigen an Christi Himmelfahrt für die Bahnhofsmission spenden. Die Einrichtung ist auf diese Solidarität angewiesen, wie die Leiterin, Susanne Daferner, im Audio-Interview erklärt. 
 In einem Brief an die katholischen Pfarrgemeinden schreibt Susanne Daferner:"Inzwischen ist es ja schon zu einer lieben Tradition geworden, dass die Kirchengemeinden an Christi Himmelfahrt an die Menschen denken, die am Rande der Gesellschaft stehen. Jene, die nicht alleine ihren Lebensunterhalt bestreiten können und Hilfe und Unterstützung benötigen. Als niedrigschwellige Einrichtung steht die Bahnhofsmission allen Menschen offen, die Rat und Hilfe brauchen und nicht mehr weiter wissen. Denn neben unseren Diensten beim Ein- und Austeigen am Bahngleis für Alte, Schwache, Gebrechliche, Blinde, Taube oder auch Kinder sind wir für die Nöte aller Menschen offen, egal welcher Konfession oder Herkunft. Daher können wir mit gutem Grund sagen: Die letzte Bastion der Kirche steht am Bahnhof. Wir, d.h. hauptsächlich ehrenamtliche Mitarbeitende, haben ein offenes Ohr für alle Hilfesuchenden und leiten sie zielgerichtet weiter und helfen, wo wir können. Oftmals sind uns jedoch die Hände gebunden, da wir nicht über genügend finanzielle Mittel verfügen, um eine Übernachtung für eine gestrandete Familie oder ein Heimfahrtticket zu bezahlen. Denn in Zeiten knapper werdender Zuschüsse sind wir zunehmend auf Unterstützung von außen angewiesen.  Deshalb sind wir sehr dankbar, dass uns die Pfarreien und ihre Gemeindeglieder durch die traditionelle Kollekte helfen, unsere Arbeit auch dieses Jahr wieder mit leichterem Herzen leisten zu können. Durch ihre Unterstützung können wir da helfen, wo wir es sonst nicht könnten. Im voraus schon vielen Dank für ihre Unterstützung - und kommen Sie doch gerne einmal bei uns vorbei, auf Gleis 101 am Karlsruher Hauptbahnhof."

unbekannte Quelle

„SO VIEL HILFSBEREITSCHAFT, DAS IST FÜR MICH WIE WEIHNACHTEN“

SOGAR „ALTE MÜTTERCHEN“ BRINGEN SACHEN IN DIE KARLSRUHER BAHNHOFSMISSION/ BEDÜRFTIGE BEDANKTEN SICH Karlsruhe (10.02.2012). Die Bahnhofsmission in Karlsruhe hat in den letzten Tagen so viele Kleiderspenden bekommen, dass nun auch andere Hilfeeinrichtungen damit versorgt werden können. Das teilte jetzt das Diakonische Werk Baden mit.
 
„Sogar aus Stuttgart haben Leute angerufen, und einer wollte sogar ein Zimmer für einen Bedürftigen zur Verfügung stellen. Diese Hilfsbereitschaft ist geradezu unfassbar“, sagt Susanne Daferner, die Leiterin der Bahnhofsmission. „Wenn dann alte Mütterchen bei diesen Temperaturen mit schweren Taschen die Bahnhofsmission betreten und ganz glücklich sind, dass sie helfen konnten, bekommt man doch schon mal einen Kloß im Hals. Und wenn unsere Gäste dann strahlen, wenn sie eine schöne warme Jacke oder feste Schuhe bekommen haben, ist das wie Weihnachten.“
 
„Heute hat mir eine unserer Frauen, die gestern einen nahezu neuen Mantel bekommen hat, eine hübsch verpackte Tafel Schokolade geschenkt, weil es ihr ein Bedürfnis war, da sie, wie sie sagte, noch nie im Leben etwas geschenkt bekommen hat, sondern sich immer alles hart erarbeiten musste. Was soll man da noch sagen“, berichtet Daferner sichtlich gerührt.
 
Eine andere Frau, die auch einen warmen Mantel, Schal und Handschuhe bekommen hatte, habe einen Tag später selbst gehäkelte Schmetterlinge vorbei gebracht, die im Frühjahr die Räume der Bahnhofsmission schmücken sollen. Ein Mann schließlich mit Löchern in seinen Schuhen, habe Tränen in den Augen gehabt, als er ein paar neue gefütterte Stiefel bekam und dicke Socken. Die seien ihm zwar zu groß gewesen, er habe sie dennoch gar nicht mehr ausziehen wollen. Daferner: „Vielleicht hatte er Angst, sie könnten vor seinen Augen wieder verschwinden.“
 
Für die Mitarbeitenden der Bahnhofsmission ist das, was in diesen Tagen dort geschieht, etwas sehr Besonderes: „Das sind die Gelegenheiten, wo man weiß, warum man diese Arbeit macht und wo man auch sieht, dass man nicht an der Menschheit verzweifeln muss. Dass Menschen helfen,  wo die Not am größten ist. Man muss ihr nur die Gelegenheit geben, zu schenken.“
 
In die Bahnhofsmissionen in Baden-Württemberg kommen jährlich mehr als 285.000 Menschen. Allein in den badischen Bahnhofsmissionen waren es 101.600 junge und alte Menschen im vergangenen Jahr.

Angelika Schmidt, Diakonisches Werk Baden

430,63 Euro zugunsten der Arbeit der Bahnhofsmission Karlsruhe
 
Kollekte des Weihnachtsgottesdienst am 1. Weihnachtsfeiertag im Karlsruher Hauptbahnhof mit Dekan Otto Vogel fiel fast doppelt so hoch aus wie in den vergangenen Jahren
"Wir unterstützen gerade viele Osteuropäer, die hier am Bahnhof ankommen", erklärt sie. Viele kämen hier am Busbahnhof in Karlsruhe an, ohne Geld und Perspektiven. "Wir versorgen sie dann mit Essen und ermöglichen ihnen ein oder zwei Nächte unterzukommen", so Daferner weiter. Viele benötigten auch eine Rückfahrkarte in ihre Herkunftsländer Bulgarien, Albanien oder Rumänien. "Es sind schlimme Schicksale, die uns hier begegnen", berichtet Susanne Daferner und ist umso dankbarer für die finanzielle Unterstützung. Auch in diesem Jahr wird es wieder den Weihnachts-Gottesdienst am Hauptbahnhof geben, den Dekan Otto Vogel hält. Eine langjährige Tradition, die der Stadtdekan weiterführt. Das diesjährige Kollektenergebnis fiel fast doppelt so hoch aus, wie in den vergangenen zwei Jahren. 

Mehr Informationen zur Arbeit der Bahnhofsmission finden Sie hier

Karlsruher Kind: Was macht eigentlich die Bahnhofsmission?

Seite 8 der Ausgabe 12 vom Dezember 2013:

Lena ist fünf Jahre alt ......

ka-news vom 03.11.2013

Winterstiefel, Anorak, Schlafsack: Bahnhofsmission bereitet sich auf Winter vor!

Karlsruhe (hhs) - Spenden kann die Bahnhofsmission auf Gleis 101 im Karlsruher Hauptbahnhof eigentlich immer gebrauchen. Aber ...

ka-news vom 05.08.2013: Bahnhofsmission Karlsruhe: "Wenn wir nicht helfen, tut's kein anderer"

Karlsruhe (mv) - Eine Tasse heißer Tee, Schlafsäcke und Kleidung,  .....